[Translate to English:] Atmosphären, Schönheit, „Begegnungen“ und Zukunfts-Kooperationen für Eichstätt
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Eichstätt, was für eine wundervolle Stadt, mit was für einer besonderen „Atmosphäre“, mit was für einem Potenzial für Kooperationen in Wissenschaft, Industrie, Kirche und anspruchsvollem Tourismus! Um dieses Potenzial zu verwirklichen müssen wir es „zeigen“, erkenn- und sichtbar machen, aus dem Verborgenen in das Reich der sieben Sinne bringen, also erfahr- und spürbar machen. Das ist eine Herausforderung, zu der wir unseren Beitrag leisten wollen, einfach mal als ein mögliches Beispiel. Also holen wir eine hochkarätig besetzte Tagung nach Eichstätt, die wir vorher u.a. in Athen, Lissabon und Paris veranstaltet haben. Dabei ist der entscheidende Teil der Konferenz das gemeinsame Essen am Abend des 25. Juni 2026, das brechen von Brot und teilen von Wein – oder eben Brezn und Bier. Denn das ermöglicht, worum es eigentlich geht, eine echte „Begegnung“ beim Genuss von regionalen Köstlichkeiten.
[Translate to English:] Startpunkt: Der Hofgarten an der Sommerresidenz
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Die Tagung findet Dank der KU-Präsidentin, Gabriele Gien, im Ambiente des wunderschönen Holzersaals statt, dem Herzstück der Sommerresidenz. Von dort aus geht der erste Gang durch den sommerlich blühenden Hofgarten mit dem Muschelpavillon, den Statuen und plätschernden Fontänen an der Trompete vorbei über den Kardinal-Preysing-Platz zur Klosterkirche Notre Dame du Sacré Coeur, in der das Informationszentrum Naturpark Altmühltal beherbergt ist.
[Translate to English:] Erster Gang: Klosterkirche Notre Dame du Sacré Coeur
Informationszentrum Altmühltal
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Das bedeutende Barockbauwerk Eichstätts entstand nach den Entwürfen Gabriel de Gabrielis, des fürstbischöflichen Baumeisters, und beeindruckt uns beim Eintritt direkt durch seine prachtvolle Kuppel, deren farbenreiches Deckengemälde von Johann Georg Bergmüller als das sakrale Hauptwerk des Künstlers in Eichstätt angesehen wird. Hierzu bekommen wir eine fachfrauliche Einführung, um die ganze Schönheit aufschließen und erfassen zu können. Denn hinsehen alleine ist so eine Sache. Für uns Laien sieht vieles gleich aus und wird erst durch die passende Brille sichtbar, durch Unterscheidungen, die wie bei Zaubertinte das Geheimnis preisgeben, wenn man sie richtig beleuchtet. Es braucht also eine „Augenöffnerin“, jemanden, der es versteht uns so erkennen zu lassen was da ist, dass wir vom „Blinden“ zum „Sehenden“ werden. Wir wollen den Ort erspüren, uns ganz in dessen „Atmosphäre“ hineingeben, um wiederum damit etwas tiefer verstehen zu können. Denn „Atmosphären“ wirken selbst wie „Brillen“, indem sie besondere Erkenntnisse zu verstehen erlauben. Dann geht es nach draußen, in den ebenso zauberhaften „Biotopgarten der Sinne“, mit dem kleinen Teehäuschen, dem Teich, dem Brunnen, dem rustikalen Holztisch und der duftenden Flora und Fauna, von der man sich dort seine Sinne betören (oder anregen) lassen kann. Da gibt’s dann ein kühl-kribbelndes Gläschen Sekt mit einem zünftigen Obatzda auf Laugenbrezn, „der“ bayerischen Spezialitäten-Kombi. Hier zeigt sich der Witz und die Weltoffenheit der Einheimischen, denn ohne französischen Camembert und ungarische Paprika gäbe es diese urbayerische Spezialität nicht.
[Translate to English:] Zweiter Gang: Die fürstbischöflichen Residenz mit dem barocken Spiegelsaal
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Dann geht’s beim zweiten Gang über die Wohlmutgasse, den Posthof und den Pater-Philipp-Jeningen-Platz durch den Kreuzgang und das Mortuarium des Doms zur fürstbischöflichen Residenz und in den barocken Spiegelsaal mit seiner beeindruckenden klassizistischen Dekoration, den sicher prestigeträchtigsten Saal der Stadt, erbaut vom Eichstätter Hofbaudirektor Maurizio Pedetti, der nicht nur hier das dezent italienische Flair in die Stadt brachte. Der Spiegelsaal wird gern für besonders anspruchsvolle Musikaufführungen genutzt, sodass die Ästhetik des Raums mit dem Hörerlebnis der Musik zu einer ganz besonderen Atmosphäre verschmilzt. In dem ebenso wunderbar anmutenden Treppenhaus unter dem monumentalen Deckengemälde des Hofmalers Johann Michael Franz, darf dann auch geschlemmt werden, ein Salat aus Grünkern, eine traditionelle, vegane Spezialität aus der Region, modern interpretiert. Wenn da nicht das Gefühl entsteht, hier selbst ein höchst fürstbischöfliches Leben genießen zu können.
[Translate to English:] Dritter Gang: Der Kapellbuck
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Der dritte Gang führt uns über die Pfahlstraße und den Ritter-von-Hofer-Weg am Kneippbecken, dem Spielplatz und dem Inselbad vorbei, hin zum Kapellbuck. Was für ein magischer Ort mit was für einer Atmosphäre! Als ob man hinter der Kapelle in eine andere Welt eintauchte. Sofort ist es als sei man im Urlaub angekommen. Vermutlich daher bezeichnen manche Alteichstätter ihn als „Kleinvenedig des Naturparks Altmühltal“. Die Ruhe durchdringt uns. Und wir genießen es, einfach den Forellen beim Schwimmen zuzuschauen. Füttern erlaubt! Um den Genuss zu vervollständigen gibt es eine köstliche Forellencreme, die Schagg & Angelina (vom wundervollen Ausflugsziel „Angelinas Altmühlrast“ in Pfalzpaint) aus den Forellen der Forellenzucht Lang in Regelmannsbrunn gezaubert haben. Oder alternativ für die Veggies eine Linsencreme vom Biohof (Andrea & Franz-Josef) Mayer in Preith. Dazu trinken wir einen frischen Weißwein, mit dem uns Angelika & Georg Fieger aus ihrem ihrem Atelier (geöffnet zu den Phänomenen KODOKUSHI & TONARI) versorgen.
[Translate to English:] Vierter Gang: Die Benediktinerinnen-Abtei St. Walburg mit ihrer Kirche und Krypta
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So könnten wir ewig verweilen, doch treibt es uns zum vierten Gang einmal kurz runter und gleich wieder herauf zu den Benediktinerinnen der Abtei St. Walburg. Hier dürfen wir in die Krypta schauen und die Aura der heiligen Walburga erspüren. Und auch die mit viel Liebe renovierte Kirche dürfen wir besichtigen und ihre Atmosphäre ergründen, wobei als „Augenöffner“ ein Schlückchen des hauseigenen Kräuterlikörs dient, der hier in der Klosterküche mit viel Hingabe von den Schwestern selbst gebraut wird.
[Translate to English:] Fünfter Gang: Der Domplatz
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Damit gestärkt gehen wir im fünften Gang auf direktem Weg über die Büttelgasse (ganz leise, um keine magischen Tiere zu erschrecken), das Traubengäßchen, den Marktplatz und die Pfarrgasse auf den Domplatz, das lebendige Zentrum Eichstätts, direkt vor dem imposanten Dom, der nach fünf Jahren Renovierung mit großer Umsicht ein Gefühl der „Heiligkeit“ und des spirituellen Tiefgangs Eichstätts zugänglich macht, wie sie durch die Jahrhunderte klösterlichen Schaffens entstanden ist. Hier gibt es dann die fränkische Bratwurst vom Holzkohlegrill, ein absoluter Leckerbissen, von dem es schwerfällt nur eine zu essen. Fränkisch? Ja, denn bis Anfang der Siebziger war Eichstätt noch ein Teil Mittelfrankens, sodass es hier die besten Schmankerl aus Franken und Bayern zu genießen gibt. Die Bratwurst ist vom Handwerksmeister Andreas Blob, von der Ziegelhütte, noch einem der herrlichen Ausflugsziele mit herausragender Qualität, wunderschön gelegen. Zur Bratwurst gibt es Krautsalat, Kräuterjoghurt und so manches weitere Schmankerl der Eichstätter Biobauern Daum und Mayer sowie den Gipfel der Backkunst, den großen Altmühltaler Brotlaib von Martin Schneller. Allein für dieses Brot lohnte sich schon die Reise. Auch die Veggies werden am Domplatz natürlich nicht Hunger leiden, sondern köstlich versorgt, u.a. aus der „Kräuterhexenküche“ von Brigitte Zinsmeister. Schön zu erleben, wie sich langsam auch eine bayerische Vegan-Küche entwickelt. Spitzenklasse und die Krone der Schöpfung ist das heimische Bier, das es von Michael Gutmann dazu gibt. Sicher das beste Weizenbier der Welt! Ah, das schmeckt und macht Lust immer wieder hierher zu kommen.
Abgerundet wird das Domplatzmahl von Tartelettes aus der Patisserie von Rebecca Böhm (Occa und Chocolatique) und einem Espresso von Annalena Frey (Altstadtcafé).
[Translate to English:] Sechster Gang: Das Neue Potenzial
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Der letzte und sechste Gang ist um 22 Uhr. Denn so schön es ist dort zu hocken, auch die Einheimischen brauchen ihren gesunden Schlaf. Was immer wir machen, alle sollen Freude daran haben, wenn Gäste und Eichstätter zusammenkommen. Doch es geht nicht etwa zurück in die Schlafstätten. Denn zum Glück gibt es Dank Martin Rehm das Neue Potenzial. Reden, Tanzen, Singen und noch ein/zwei Absacker? Bis 2 Uhr wird wild getanzt (wovon es nur private Bilder in unseren Herzen gibt), zu der Musik, die Stadtrat & Raketen-Vorstand Basti Bernecker auflegt. Das wichtige ist sich zu „begegnen“. Das geht umso besser, je tiefer die Sinne geöffnet werden, durch die Schönheit und besondere Atmosphäre Eichstätts, durch die wunderbaren Menschen, die Eichstätt ausmachen sowie durch gutes Essen und köstliche Getränke.